Karate ist eine japanische Kampfkunst, die ihre Wurzeln in China hat. „Karate“ bedeutet frei übersetzt „Der Weg der leeren Hand“, welcher sich vermutlich aus der Tatsache entwickelt hat, dass die Kampfkunst auf chinesische Mönche zurückzuführen ist, die keine Waffe tragen durften. Stattdessen entwickelten sie Techniken der Selbstverteidigung, die mit dem bloßen Körper auszuführen waren.
Dabei bedienten sie sich oft Bewegungen der Tiere, wie zum Beispiel dem Kranich oder dem Tiger.
Neben dem Körperlichen beschäftigt sich das Karate allerdings auch mit dem Philosophischen. Das „kara“ in Karate bedeutet „leer“ und steht nicht nur für die waffenlose Art zu kämpfen, sondern auch dafür, seinen Geist zu leeren und ihn von negativen Gedanken zu befreien.
Diese Philosophie wird auch im Training deutlich, da die Entfaltung und Entwicklung der eigenen Persönlichkeit an besonderer Stelle stehen. In Partnerübungen spielt der Sieg oder die Niederlage keine Rolle, viel wichtiger ist die Beherrschung des eigenen Körpers.
Grundschule:
Unter der Grundschule versteht man die einzelnen Grundtechniken und das erste Verständnis, das dem Karateka mitgegeben wird. Es bildet die Basis für die Laufbahn des technischen Karate.
Kata:
Eine Kata ist eine bestimmte, festgelegte Abfolge von Techniken, bei der man gegen einen unsichtbaren Gegner kämpft.
Kumite:
Kumite sind die Partnerformen und -übungen, bei der man die gelernten Grundschultechniken anwenden und ihre Wirkung überprüfun kann.
SV:
Die Selbstverteidigung ist der letzte Schritt. Dieser baut auf allem bereits gelernten auf und ist das, worauf es letzten Endes ankommt: Reflexartig in einem gefährlichen Augenblick handeln zu können.
Geist:
Wie bereits erwähnt, legt Karate großen Wert auf die Entwicklung des Geistes. Auch das wird durch gewisse Regeln bei uns im Dojo trainiert. Den Geist ausschalten, sich konzentrieren und sich weiterentwickeln.
Um all dies zu erreichen, gibt es den Dojokun, was die Regeln in der Abteilung widerspiegeln. Wir bemühen uns, das Yuishinkan Goju- Ryu in angemessener Art und Weise zu trainieren, wie unser Dojogründer Uli Schlee es von Kisaki Sensei und Nöpel Sensei gelernt hat.
– Die sechs Regeln des Yuishinkan- Dojos Ochtrup –
1. Verhalte dich immer richtig im Dojo.
Damit ist gemeint, man soll höflich sein, ein angemessenes Benehmen zeigen.
Die älteren Schüler (senpai) sollen die jüngeren Schüler (kohai nicht schikanieren oder arrogant behandeln. Das gleiche gilt für das Lehrer-
Schüler Verhältnis.
2. Gib dir Mühe, gib nie auf.
Es ist nicht entscheidend, ob jemand die Techniken schnell erlernt oder sich ein wenig schwerer damit tut. Was zählt, ist allein das ernsthafte und dauerhafte Bemühen des einzelnen.
3. Übertreibe nicht, sei nicht unvernünftig.
Man soll seinem körperlichen Zustand entsprechend angemessen trainieren. Wenn Verletzungen entstanden sind, kuriere sie lieber aus, als sie durch übertriebene Härte zu verschlimmern und chronisch werden zu lassen.
4. Sei niemals eingebildet.
Arroganz und Selbstherrlichkeit sind schlimme Eigenschaften. Ein Sprichwort von Sokrates besagt „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“
5. Komme regelmäßig zum Training.
Regelmäßig, pünktlich und sauber zum Training zu kommen, soll selbstverständlich sein.
6. Sei dir selbst treu in Geist und Herz.
Aufrichtigkeit und Gradlinigkeit sind im Training wichtig. So zeigt man z.B. beim Yuishinkan-Kumite dem Gegner einen guten Treffer an und gibt sich geschlagen.
Nicht um eines vermeintlichen Vorteils willen soll man seine Meinung oder die Einstellung ändern.